Mittwoch, 27. April 2016

[Rezension] Zwei wie Zucker und Zimt von Stefanie Gerstenberger, Marta Martin

von Stefanie Gerstenberger, Marta Martin

Genre: Jugendbuch

Verlag: Arena
Seitenzahl: 344
Gebunden: 14,99 € [D], 15,50 € [A]
eBook: 11,99 €
1. Auflage: Juli 2015



 Charlotte, genannt Charles, ist einfach nur wütend! Wie kann man nur so nachgiebig sein wie ihre Mutter Marion? Da passiert es: Am Morgen nach einem Streit wacht Charles plötzlich in Marions Jugendzimmer auf. Charles ist in der Zeit zurückgesprungen und sieht sich ihrer fünfzehnjährigen Mutter gegenüber! Marion trägt grässliche Latzhosen, badet nackt und tobt sich aus in den wilden Achtzigern. Charles ist erst fassungslos – und dann fasziniert. Wird sie jemals zurück in die Zukunft gelangen? Und will sie das überhaupt?



 Charlotte, genannt Charles, ist 15 Jahre und lebt mit ihrer wie sie findet feigen Mutter Marion und iherer fiesen, herrischen Tante Dagmar zusammen im Haus der verstorbenen Großeltern, die früher das Café Zimt betrieben haben. Heute gleicht das Café eher einem chinesischen Ramschladen und Dagmar will es nun sogar komplett verkaufen. Charles hat nicht viele Freunde in der hoch angesehenen Privatschule Edstone und ihr Schwarm Timo, weiß nicht einmal, dass es sie gibt. Alles in Allem ist Charlotte nicht besonders selbstbewusst und unglücklich mit ihrem Leben.
Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter, in dem sie ihr unter anderem deren Feigheit vorhält, wacht sie am nächsten Morgen in den Achtzigern auf. Dort lernt sie die damals 15-jährige Marion von einer ganz anderen Seite kennen und begegnet unter anderem auch ihren in der Zukunft bereits verstorbenen Großeltern. Nachdem Charles anfangs einfach nur so schnell wie möglich wieder zurück in ihre Zeit möchte, erkennt sie doch auch schnell die Chancen, die ihr diese Zeitreise bietet. Sie will versuchen, die Zukunft  zu einem Besseren zu wenden.

Der Roman wird aus der Sicht von Charles erzählt, weshalb der Schreibstil sehr teeniehaft und umgangssprachlich ist. An dem ungeschönten, frechen und teils etwas flapsigen (aber durchaus authetischen) Schreibstil muss man sich (vor allem als etwas älterer) Leser etwas gewöhnen und in die Geschichte hereinfinden. Dies war bei mir recht schnell der Fall und ich konnte die Geschichte anschließend ohne Stocken genießen.

Die 80er Jahre werden sehr detailliert beschrieben und man kann sich gut vorstellen, wie es denn damals so gewesen sein muss. Es werden immer wieder Elemente aufgegriffen, die man (auch als Kind der 90er) mit dieser verrückten und bunten Zeit in Verbindung bringt wie zum Beispiel bunte Latzhosen, Batikshirts und Kassettenrekorder.
Besonders witzig ist es zu beobachten, wie Tochter und jugendliche Mutter aufeinandertreffen und wie sehr sich deren Leben in manchen Punkten doch unterscheiden, in anderen Aspekten aber beide Teenager genau dieselben Erfahrungen im Leben machen.

Zu Beginn ging mir besonders Charles mit ihrer zickigen und teils sogar unfreundlichen Art sehr auf die Nerven. Doch im Laufe der Geschichte machen die beiden Hauptfiguren eine enorme persönliche und emotionale Entwicklung durch, was mir sehr gut gefallen hat. Bei den Nebencharakteren hätte ich mir teilweise etwas mehr Tiefgang gewünscht, da einige doch recht blass bleiben.


 Alles in Allem hat mir das Buch gut gefallen, was auch daran liegt, dass es nicht darauf hinausläuft, dass die eine oder die andere Zeit besser ist. Es handelt sich um einen leichten Roman für Zwischendurch, der besonders jungen Mädchen (Altersempfehlung 12-16 Jahre) gefallen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch auch denjenigen gefallen könnte, die in den 80er Jahren groß geworden sind, da sie an den einen oder anderen Aspekt ihere Jugendzeit erinnert werden und in nostalgischen Erinnerungen schwelgen können.



1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ich finde das Cover und den Buchnamen ja schonmal klasse. :)
    Aber ich denke die Geschichte ist nicht so für mein Alter gedacht *g*

    Liebe Grüße,
    Ruby

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