Dienstag, 30. August 2016

[Rezension] Magic 2.0 Plötzlich Zauberer - Scott Meyer

von Scott Meyer

Genre: Scince Fiction, Fantasy
Seitenzahl: 432
Taschenbuch: 13,50 €
eBook: 2,99 €


Bücher der Magic 2.0 - Reihe:
1.  Plötzlich Zauberer
2. Auf Zauber komm raus


Martin Banks ist ein ganz gewöhnlicher Typ, der eine sehr ungewöhnliche Entdeckung gemacht hat:
Er kann die Realität manipulieren, denn die Realität ist nichts anderes als ein weiteres Computerprogramm. Doch seine kleinen Veränderungen der Realität hier und da bleiben nicht unbemerkt.
Um seinen Verfolgern ein Schnippchen zu schlagen, entschließt er sich, in der Zeit zurückzureisen und im Mittelalter sein Glück als Zauberer zu versuchen.
Denn was sollte da schon schief gehen?
Als hackender Yankee an König Artus Hof muss Martin sich nun alle Mühe geben, um ein vollwertiger Meister seiner Fähigkeiten zu werden, das Geheimnis um den uralten Zauberer Merlin zu lüften und … ja, ihr wisst schon, möglichst nicht dabei umzukommen und so.


Martin ist ein Computer Nerd und Hacker. So findet er eines Tages beim Surfen DIE DATEI. Beim Herumspielen in der Datei stellt er fest, dass er mit Änderungen der Daten innerhalb der Datei auch die Realität beeinflussen kann und dass sogar Zeitreisen in die Vergangenheit möglich sind. Nachdem Bundesbeamte schnell auf seine Taten aufmerksam werden, flüchtet er ins mittelalterliche England. Dort will er Tricks mithilfe DER DATEI auf einer selbst programmierten Handyapp vorführen und sich seinen Lebensunterhalt als Zauberer verdienen. Doch schon bald sieht Martin sich mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert..

Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als etwas holprig, da die Idee, dass die ganze Welt in einem Computerprogramm festgehalten ist und mit Hilfe dessen auch verändert werden kann, mir ziemlich skurril erschien. Doch als ich mich erst einmal mit dem Gedanken angefreundet habe, hat es mir großen Spaß gemacht Scott Meyers Debüt-Roman zu lesen. Zudem ist die ganze Grundidee so schlüssig ausgearbeitet, dass ich beim Lesen über keinerlei Logik-Fehler gestolpert bin (was bei solch einer krassen Idee schon eine starke Leistung ist!).

Martin ist kein Protagonist, den man direkt in sein Herz schließt. Er ist ein Außenseiter, klassicher Nerd und handelt ziemlich naiv. Zudem verhält er sich in seiner Anfangszeit im Mittelalter überheblich und macht sich so komplett zum Idioten. Doch nach und erkennt man auch seine liebenswürdigen Eigenschaften und begleitet ihn gerne auf seinen Abenteuern.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach und auch die Technik-bezogenen Themen werden so verständlich erklärt, dass sie jedem nachvollziehbar sein müssten. Die Beschreibungen sind zwar detailliert, aber nich so ausufernd, dass man gelangweilt sein könnte. Mir hat es Spaß gemacht diese leicht verdrehte Welt des englischen Mittelalters mit Martin gemeinsam kennen zu lernen. Besonders die Dialoge und der teils ironische Humor machen die Geschichte aus und haben mir regelmäßig ein Lachen entlockt. Insgesamt lebt das Buch von seinem Humor und nimmt sich selbst und seine Figuren nicht zu ernst.

Auch wenn erst im letzten Viertel des Buches richtige Spannung aufkommt, hatte ich nicht das Gefühl, dass mir beim Lesen etwas fehlen würde. Ganz im Gegenteil hat mir das Buch ein paar schöne und unterhaltsame Lesestunden beschert und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die nach Angaben des Verlages voraussichtlich noch Ende des Jahres erscheinen soll.


Wenn man sich auf diese abgedrehte Geschichte einlässt, bekommt man mit "Plötzlich Zauberer" ein Buch, das für gute Unterhaltung sorgt und mit einem großartigen Humor glänzt. Scott Meyer hat es hier geschafft, Fantasy, Zeitreise und Comedy gekonnt miteinander zu verbinden und einen unheimlich kreativen Roman zu erschaffen, der nicht nur Computer-affine Menschen begeistern wird.





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