Dienstag, 6. Juni 2017

[Rezension] Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson von Paige Toon

von Paige Toon

Genre: Jugendbuch, Young Adult
Verlag: HarperCollins
Seitenzahl: 304
Taschenbuch: 14,99 € *
eBook: 12,99 €
1. Auflage: Mai 2017


Bücher der Jessie Jefferson - Reihe:
2. Das wilde Leben der Jessie Jefferson
3. Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson


 !!! Spoilerwarnung, da dies eine Fortsetzung ist !!!


 Willkommen in der Welt der Stars und Sternchen!
Inzwischen ist Hollywood ihr Zuhause. Jetzt tritt Jessie Jefferson ins Rampenlicht und kann erste Erfolge als Sängerin mit ihrer Band feiern. Ihr Leben scheint perfekt – bis auf die Tatsache, dass sie ihre Beziehung mit dem heißen Gitarristen Jack geheim halten muss. Spielt Jack vielleicht nur mit ihr? Der Besuch ihres Exfreundes aus England lässt Zweifel in Jessie aufkommen: Ist dieses glamouröses Leben wirklich das, was sie will?


Mittlerweile hat Jessie Jefferson sich gut in Los Angeles und bei ihrem Vater Johnny eingelebt und steht kurz vor dem Schulbeginn an der neuen Schule.
Eigentlich ich Jessie glücklich mit ihrem Freund Jack, der mit ihr gemeinsam in einer Band spielt, doch leider müssen sie  die Beziehung vorerst geheim halten, was für beide nicht einfach ist. Zudem lässt auch Jessies Exfreund Tom sie nicht kalt, als sie ihm überraschend wieder gegenüber steht. 
Und auch ihre Musikerkarriere bereitet Jessie Kopfzerbrechen, da sie nicht weiß, in welche Richtung sich diese weiter entwickeln wird.

Die ersten beiden Bänder der Jessie Jefferson Reihe (Trilogie?) haben mir gut gefallen und waren eine nette Lektüre für zwischendurch. Daher war ich auch sehr gespannt auf die Fortsetzung und wie es mit Jessie, die ich in mein Herz geschlossen haben, weiter geht.

Jessie hatte sich gegen Ende von Band 2 für den heißen Gitarristen, aber auch Frauenheld, Jack entschieden, weshalb ich sehr gespannt war, wie sich die Beziehung der beiden entwickeln wird. Außerdem freute ich mich darauf endlich mehr über Jack zu erfahren. Leider blieb er als Charakter etwas im Hintergrund und somit bis zum Ende hin recht blass. Man erfährt zwar einzelne Details über ihn, die ihn dem Leser näher bringen sollen, aber mir war das einfach zu wenig.

Dennoch finde ich entgegen vieler anderer Meinungen, dass Jessie und Jack gut zueinander passen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden war in den meisten Szenen spürbar und nachvollziehbar. Das ewige Hin und her hat mich dann aber doch etwas genervt, da es einfach nicht voran ging und die beiden sich lange Zeit unnötigerweise im Kreis drehten.

Jessie selbst wirkt in diesem Band auch sehr unsicher und weiß nicht recht, was sie eigentlich will. Allerdings sehe ich dies nicht als Schwäche an, da sie einfach in einer Phase ihres Lebens steht, in der sich viel verändert und sie sich selbst finden muss. Dies fand ich authentisch und gut umgesetzt, da Jessie nun mal gerade 16 Jahre alt ist und da stehen wohl die wenigsten Menschen gefestigt im Leben.

Besonders gefallen hat mir auch in diesem Band wieder die Entwicklung zwischen Johnny und Jessie und wie die beiden, aber auch Meg und die beiden Jungs, immer weiter zu einer Familie zusammen wachsen. So gab es hier auch eine sehr emotionale Szene, die mir die Tränen in die Augen getrieben hat.

Die Nebenhandlung über eine rachsüchtige Exfreundin von Johnny bleibt ziemlich im Hintergrund und hätte besser ausgearbeitet werden können. Hier ging es mir teilweise zu schnell und ich fand auch die Problemlösung am Ende zu simpel um wirklich realistisch zu sein.

Der Schreibstil von Paige Toon ist wie gewohnt locker und leicht. Da die Geschichte aus Jessies Sicht erzählt wird, ist die Sprache sehr umgangssprachlich und man kann das Buch schnell lesen. Ich mochte es wieder besonders, Eindrücke in die Psyche und Gefühlswelt von Jessie zu bekommen. So bekommt man eine breite Palette an Gefühlen vermittelt, die von Sehnsucht und Trauer über Unsicherheit und Verletzlichkeit bis hin zu Leidenschaft und Kampfgeist gehen und für viel Abwechslung sorgen.


Trotz einige Schwächen hat mich "Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson" wieder gut unterhalten. Abwechslungsreiche Szenen haben über die fehlende Tiefe hinweggetröstet und besonders die Entwicklung der ganzen Familie Jefferson hat mir gut gefallen.



*Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen und bedanke mich hiermit nochmals beim Verlag für das Bereitstellen des Buches

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