Montag, 10. Juli 2017

[Rezension] Wenn gestern unser morgen wäre von Kristina Moninger

von Kristina Moninger

Genre: Liebesroman
Seitenzahl: 300
  eBook: 0,99 € (Einführungspreis) *
Taschenbuch: 11,90 €
1. Auflage: Juni 2017


 Was wäre, wenn du eine zweite Chance bekämst? Eine, um alles wiedergutzumachen. Alles, was du so unglaublich falsch gemacht hast. Was würdest du ändern, was wiederholen?


Sara hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Mit scheinbar kleinen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde.

Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen.

Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen …
(Aus "Wenn gestern unser morgen wäre" von Kristina Moninger, S. 141)


Die Protagonistin Sara ist Ende zwanzig, arbeitet in einem großen Unternehmen und befindet sich in einer langjährigen Beziehung mit ihrem Freund Oliver. Abgesehen davon, dass sie seit längerem vergeblich auf einen Heiratsantrag wartet, glaubt sie ihr Leben wäre perfekt. Doch einige folgenschwere Entscheidungen ihrerseits führen dazu, dass ihr Leben vollkommen aus den Fugen gerät. Doch dann erwacht sie nach einem Autounfall im Krankenhaus und es scheint als würde sie eine zweite Chance bekommen. Denn Sara wurde zehn Tage in die Vergangenheit zurück versetzt und hat eine zweite Chance erhalten, in der sie nun alles anders machen kann. Doch wird sich ihre Zukunft dadurch wirklich bessern?

Kristina Moningers Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, aber auch sehr bildhaft. Erzählt wird das Buch aus Saras Sicht, weshalb man einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Besonders Saras Humor wurde hier gut integriert und ich musste über einige ihrer Gedanken schmunzeln.

Mit Sara selbst musste ich erst warm werden, aber die Geschichte ist auch nicht darauf ausgelegt, dass man von Anfang an alle ihrer Taten gut heißen kann. Sie macht im Verlauf der Geschichte eine sehr positive, aber vor Allem auch authentische Entwicklung durch. Nach und nach beginnt sie ihr ganzen Leben in Frage zu stellen und zu überlegen, was sie denn wirklich von ihrer Zukunft erwartet und was für sie die Definition von Glück ist.
Doch neben vielen rosa-roten Liebesszenen, die einem beim Lesen Schmetterlinge in den Bauch zaubern, gibt es auch ernstere Themen. Dadurch ist das Buch sehr vielseitig und regt zum Nachdenken an. Besonders diese bunte Mischung an Themenvielfalt hat mir gut gefallen.

Das Buch selbst ist meiner Meinung nach sehr lebensnah und jeder wird wohl in seinem Umfeld teils ähnliche Charaktere oder ähnliche Situationen finden. So spielen hier besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen in den unterschiedlichsten Konstellationen eine entscheidende Rolle.

Die Nebenfiguren fand ich toll ausgearbeitet und sehr vielseitig. So gab es neben einigen liebenswerten Charakteren auch solche, mit denen man als Leser nicht vollkommen sympathisieren konnte. Doch auch dies ist sehr lebensnah und ich fand es besonders interessant hinter die Fassade dieser Figuren zu blicken und sie näher kennen zu lernen. Auch hier gab es die eine oder andere Überraschung und es wird schön gezeigt, dass man andere Menschen nicht in Schubladen stecken sollte.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich habe diese besondere Geschichte vollkommen genossen. Einziges Manko ist, dass die Zeitreise nicht wirklich erklärt wird, was aber für das Verständnis der Geschichte auch nicht nötig ist.

(Aus "Wenn gestern unser morgen wäre" von Kristina Moninger, S. 130)
"Wenn gestern unser morgen wäre" von Kristina Moninger vermittelt eine tolle Message und nimmt den Leser mit in eine gefühlvolle und sehr abwechslungsreiche Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Ich kann euch das Buch nur wärmstens ans Herz legen!


*Ich bedanke mich bei der Autorin Kristina Moninger für das Bereitstellen des Buches für eine Leserunde


Stadt, Land, Fluss Challenge 2017: Buchstabe D - Ort: Deutschland

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